Besserer Busservice für Menschen mit Behinderungen
Das Recht auf Mobilität
Ab dem 1. Mai wird es in Luxemburg einen neuen Busservice geben. Menschen mit Behinderungen sollen so bessere Möglichkeiten haben, flexibel mobil zu sein.
Luxemburg - Am 1. Mai wird in Luxemburg der "Novabus" erstmals seinen Dienst anbieten. Dabei handelt es nicht um ein bestimmtes Busmodell, sondern um eine integrierte Dienstleistung verschiedener Busunternehmen und Fahrdienste für Menschen mit eingeschränkter Mobilität. Denn immer noch würden viele Betroffene nicht ausreichend am sozialen Leben teilhaben können. "Es muss normal werden, dass auch Menschen mit reduzierter Mobilität am gesellschaftlichen Leben teilnehmen können", so Transportminister Lux. "Dazu gehört auch, dass sie einkaufen, ins Museum und Theater gehen können."
Um eine flächendeckende Versorgung mit der neuen Busdienstleistung zu gewährleisten, hat das Transportministerium mit elf verschiedenen Anbietern eine Vereinbarung getroffen.
Die Fahrt am Vortag reservieren
Das Grossherzogtum wurde in sieben Regionen unterteilt, in denen der Service aktiv ist: Clerf/Wiltz, Redingen, Diekirch/Vianden, Mersch/Luxemburg, Esch-Alzette/Capellen, Echternach/Grevenmacher und Remich.
"Wir wollten eine Zusammenarbeit mit den Privatunternehmen, die professionell im Behindertentransport tätig sind", so Lux weiter.
Wichtig sei dabei vor allem auch, dass die Fahrer "befähigt sind, mit Menschen mit Behinderungen umzugehen. Sie müssen die nötige Sensibilität besitzen."
Menschen mit eingeschränkter Mobilität haben die Möglichkeit einen Bus oder Fahrdienst telefonisch zu bestellen. Dieser kommt sie bei ihnen zu Hause abholen und bringt sie zum gewünschten Zielort.
"Mit dem neuen Service schlissen wir eine Lücke im Bestreben nach Integration", so Familienministerin Marie-Josée Jacobs, "es ist ein wichtiger Schritt. Wir müssen weg vom karitativen Denken un hin zur Normalität. Und zur Normalität gehört Mobilität."
Das Transportministerium hat auch eine Broschüre über die Funktionsweise des "Novabus" herausgegeben. Dort sind u.a. die verschiedenen Transportunternehmen mit ihren Telefonnummern aufgelistet.
Das "Novabus"- Konzept wurde gemeinsam mit der "Associations des malvoyants et aveugles" ausgearbeitet. Im Mai 2007 war dazu die Initiative gestartet worden.
Eine einfache Farht kostet zehn, Hin- und Rückfahrt 15 Euro pro Person. Menschen mit eingeschränkter Mobilität können den Dienst täglich von 7 bis 22 Uhr in Anspruch nehmen. Um einen optimalen Service zu gewähren, sollte bereits am Vortag eine Fahrt reserviert werden.
Die Info-broschüre ist beim Transprotministerium, beim Familienministerium, bei Info-Handicap und bei den Verkehrsunternehmen erhältlich.
(Aktikel: Stefan Osorio-König)
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